Eine 24-h-Betreuung
18. März 2026Es war eine lang schon gehegte Idee, ein Hoffnungsschimmer, eine Karte, auf die wir eine Zeitlang alles setzten. Wir – das sind in diesem Fall seine Kinder und ich. M. selbst nicht. Wochenlang hatten wir auf ihn einreden, uns beschimpfen lassen, ihn überzeugen müssen, dass eine solche Betreuung alternativlos sei. Als die Stürze sich mehrten, seine Mobilität abnahm, die Alltagsverrichtungen nicht mehr allein zu bewältigen waren, willigte er ein. Endlich. Ich durfte Agenturen kontaktieren. Holte mir allseits Empfehlungen, bekam die Dämpfer („Erwartet nicht zu viel.“) gleich gratis mitgeliefert, begann mit der Suche. Eine kleine lokale Agentur kam uns persönlich beraten,…
Palliativ
„Sie können doch beide nicht mehr.“ Die Ärztin unseres ambulanten Palliativdienstes erfasst es mit einem Blick, kaum dass sie unser Haus betreten hat. Sie hat recht, so sehr recht: Wir können nicht mehr. Insbesondere die Nächte sind zu einer einzigen…
Hineingeworfen
Es begann unvermittelt. Wenn ein Mensch bis ins hohe Alter rundum selbstständig und körperlich fit durchs Leben geht, täglich lange Wanderungen unternimmt, in den letzten Jahren mehrere schwere Erkrankungen locker durchgestanden hat … und dann plötzlich stürzt, mehrfach innerhalb weniger…